{"id":126,"date":"2014-05-20T08:21:02","date_gmt":"2014-05-20T06:21:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/?page_id=126"},"modified":"2014-07-17T08:41:05","modified_gmt":"2014-07-17T06:41:05","slug":"121-haren-35","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/121-haren-35\/","title":{"rendered":"121 HAREN 35"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_tab.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1422\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_tab.jpg\" alt=\"Layout 1\" width=\"600\" height=\"292\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_tab.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_tab-300x146.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_Haren-35_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1420\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_Haren-35_1.jpg\" alt=\"121_Haren 35_1\" width=\"600\" height=\"382\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_Haren-35_1.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_Haren-35_1-300x191.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Haren 35<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2429\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_8.jpg\" alt=\"121_8\" width=\"600\" height=\"482\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_8.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_8-300x241.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Hermann Wessels auf der P\u00fcnte HAREN 35<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3539\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_15.jpg\" alt=\"121_15\" width=\"600\" height=\"387\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_15.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_15-300x193.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Postkarte: Emsbr\u00fccke mit dem Harener Lied von M. Seling\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">(Bildvorlage: Dr. Thediek, Nordwalde)<\/span><\/p>\n<h5>Zur Geschichte:<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Ems als nat\u00fcrliche Wasserstra\u00dfe war schon den alten R\u00f6mern bekannt. Im Feldzug gegen die Cherusker wurde sie von den R\u00f6mern f\u00fcr den Transport der Truppen und des Nachschubs benutzt. Auch in den folgenden Jahrhunderten sind immer wieder Nachrichten \u00fcber die Ems bekannt geworden. \u00dcber den Zustand des Flusses in diesen fr\u00fcheren Zeiten sind wir aber auf Vermutungen angewiesen. Es gilt als sicher, dass die Ems damals wasser\u00adreicher war als heute. Den Normannen war es mehrmals m\u00f6glich gewesen, die Emsbiegungen aufw\u00e4rts zu fahren:\u00a0 D\u00f6rfer wurden \u00fcberfallen und ausgepl\u00fcndert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">F\u00fcr eine Schifffahrt auf der Ems lieferten im 9. und 10. Jahrhundert die Waren- und Naturalienleistungen der zahlreichen friesischen Besitzungen an ihre geistlichen Zentren in M\u00fcnster, Verden und Fulda die erforderlichen Frachten. So wurde die Ems als eine der sieben freien \u201eFriesischen\u201c Stra\u00dfen bezeichnet, auf der sich der Warenverkehr haupts\u00e4chlich vollzog.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Auch Diepenbrock berichtet: \u201eDer Handelsverkehr zwischen Friesen und Emsl\u00e4ndern muss um 1300 schon recht rege gewesen sein. Die Ems wimmelte von kleinen und gro\u00dfen Fahrzeugen. Diese fuhren mit vollen Segeln bis an die Stadt Meppen heran. Hatte der Strom nicht die erforderliche Fahrtiefe, dann wurde zuvor ausgeladen und die Waren durch Bauern aus H\u00fcntel und Hemsen zu Wagen weitergeschafft.\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Im 13. und 14. Jahrhundert sicherte der Landesherr aus M\u00fcnster den Verkehr auf der Ems durch befestigte Marktorte, Burgen und Zollst\u00e4tten, w\u00e4hrend die friesische Schifffahrt sich nach und nach auf den auch f\u00fcr die Wattfahrt nutzbaren Teil des unteren Stromgebietes beschr\u00e4nkte. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Hand in Hand mit dieser Entwicklung ging die Herausbildung eines eigenen Fahrzeugtyps f\u00fcr die mittlere Ems vor sich. Es entstand die Emsp\u00fcnte, die entweder getreidelt oder gesegelt werden konnte. Sie \u00fcbernahm zum gro\u00dfen Teil den Emsverkehr zwischen Meppen und Emden.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt;\">Die Schiffer konzentrierten sich nach und nach in den beiden Emsd\u00f6rfern Rhede und Haren. Wenn der Wind ung\u00fcnstig stand und die Treidelpferde aus irgendeinem Grunde ausgefallen waren, zogen die P\u00fcntker die P\u00fcnte oftmals selbst.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_16.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3538\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_16.jpg\" alt=\"121_16\" width=\"600\" height=\"280\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_16.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_16-300x140.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Postkarte aus dem Jahre 1904: Emsbr\u00fccke, links P\u00fcnte mit Spitzsegel\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">(Bildvorlage: Maria Esders)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Trotz der ung\u00fcnstigen Auswirkungen des Stapelzwanges in Emden nahm die Emsschifffahrt im 16. Jahrhundert einen \u00fcberraschend g\u00fcnstigen Verlauf. Westf\u00e4lische Kaufleute erschienen in steigendem Ma\u00dfe in Emden, um dort die Ausfuhrg\u00fcter ihrer Heimat wie Eisen, Leinen und Quadersteine gegen englisches Tuch, norwegischen Fisch und Ostseegetreide einzuhandeln. Den Transport dieser G\u00fcter auf der Ems \u00fcbernahmen die P\u00fcntker aus Rhede und Haren, die 1573 z.B. eine Million Pfund Stockfisch aus Bergen von Emden nach Meppen brachten.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt;\">Auch durch den Niederl\u00e4ndisch-Spanischen Krieg, der den Binnenhandel der meisten niederl\u00e4ndischen Seeh\u00e4fen lahm legte, erhielt die Wasserverbindung Emden mit Westfalen eine F\u00fclle von Transportaufgaben. Die 1583 erschienene P\u00fcntkerordnung gab dem Warentransport der Emsschifffahrt erstmalig auch den erforderlichen rechtlichen Rahmen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt;\">Schwere R\u00fcckschl\u00e4ge konnten jedoch nicht ausbleiben, wenn die Kriegsereignisse unmittelbar auf das Stromgebiet der Ems \u00fcbergriffen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Zu der Zeit war die Ems sich selbst \u00fcberlassen. Sie \u00e4nderte h\u00e4ufig ihren Lauf und befand sich im Zustand gr\u00f6\u00dfter Verwilderung. Zahlreiche Altarme sind noch heute Zeugen dieser Ver\u00e4nderungen. Wegen des Flie\u00dfsandes selbst und wegen der abbr\u00fcchigen Ufer konnte sich auf der Ems nie die Schifffahrt in dem Ausma\u00df entwickeln, wie auf der Elbe oder der Weser.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><!--nextpage--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_22.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3541\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_22.jpg\" alt=\"121_22\" width=\"600\" height=\"272\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_22.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_22-300x136.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Harener P\u00fcnte im Meppener Hafen \u201ek\u00fcnstlerisch frei\u201c, Farbiges Wandbild von Neuhaus (1958)<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"> (Bildvorlage: Hansa Apotheke, Meppen, M. Kerckhoff)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Auf der \u00fcber 100 km langen \u201eOberen\u201c Ems bis Greven lie\u00df der Fluss nur in Ausnahmef\u00e4llen einen Schiffsverkehr zu, denn das Flussbett war von zahlreichen Klippen, Sandb\u00e4nken und B\u00e4umen durchsetzt. Die \u201eMittlere\u201c Ems bis Papenburg konnte im oberen Teil nur bei Hochwasser befahren werden und war dadurch nat\u00fcrlich erheblich eingeschr\u00e4nkt. Bis 1815 war die Ems daher im Wesentlichen nur bis Meppen f\u00fcr die Schifffahrt nutzbar.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Emsschiffahrt im Bereich der \u201eUnteren\u201c Ems war besonders durch die Gezeiten der Nordsee behindert. Fahrtrinnen \u00e4nderten sich h\u00e4ufig, so dass sich die Schiffe immer wieder festfuhren. Der Unterlauf der Ems und die ostfriesischen Kan\u00e4le wurden vorwiegend von Mutt\u00adschiffen und Tjalken befahren. Muttschiffe sind kleine einmastige Flussschiffe mit flachem Boden, w\u00e4hrend die \u00adTjalken bereits K\u00fcstenfahrzeuge sind, die vorn und hinten rundlich stumpf zulaufen. Vereinzelt wurden auch Poggen benutzt. Nach amtlichen Listen aus dem Jahr 1870 ver\u00adsahen 58 P\u00fcnten, 97 Mutten und 25 Tjalken ihren Dienst auf der Ems.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt;\">Den Mittellauf der Ems einschlie\u00dflich der Hase beherrschte vom 16. Jahrhundert bis 1910 die Emsp\u00fcnte, auch Harener P\u00fcnte genannt. Trotz der fast un\u00fcberwindbaren Schwierigkeiten versuchten die Harener P\u00fcntenschiffer immer wieder den Verkehr auf der Ems aufrechtzuerhalten, um dadurch ihre Existenz zu sichern. Eines der \u00e4ltesten bekannten Schriftst\u00fccke, datiert vom 08.01.1575 enth\u00e4lt Namen von 37 P\u00fcntkern aus Haren. Vermehrt tauchen die Namen dann in Schriftst\u00fccken, Urkunden und Frachtverzeichnissen auf.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Da die P\u00fcnte getreidelt wurde, d.h. von einem Pferd gezogen werden musste, f\u00fchrte entlang dem Flussufer ein Pfad. Er wurde \u201eLinen-Pat\u201c genannt, der sich durch das h\u00e4ufige Benutzen gebildet hatte. Das Treideln gab h\u00e4ufig Anlass zu Unstimmigkeiten zwischen den P\u00fcntkern und Eigent\u00fcmern der Uferwiesen, da n\u00e4mlich die Pferde beim Rasten auf den Wiesen weideten. So ist folgende Episode aus dem Jahre 1572 bekannt: \u201eDie Bauern von Greven <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt;\">i. W. beschwerten sich bei ihrem Landesherrn, dem F\u00fcrstbischof zu M\u00fcnster, \u00fcber die Harener P\u00fcntker, deren Pferde das Gras der Wiesen zertraten. Die Harener Schiffer schrieben darauf an Churf\u00fcrstliche Gnaden als Bischof zu M\u00fcnster, dass sie seit undenklichen Zeiten diesen Weg als Treidelweg benutzt h\u00e4tten.\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_17.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3537\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_17.jpg\" alt=\"121_17\" width=\"600\" height=\"311\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_17.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_17-300x155.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Harener P\u00fcnte auf dem Ems-Vechte-Kanal; die P\u00fcnte wird getreidelt\u00a0\u00a0 \u00a0<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">(Foto: Sammlung Schifffahrtsmuseum)<\/span><\/p>\n<p><!--more--><!--nextpage--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Nur mit gro\u00dfer M\u00fche \u00fcberstanden die Harener P\u00fcntker den 30-j\u00e4h\u00adrigen Krieg. Das gesamte Emsland wurde gepl\u00fcndert, und f\u00fcr den alten Schifferort Rhede waren die Kriegsfolgen verheerend. Besa\u00df Rhede 1620 noch 80 P\u00fcnten, waren dort nach dem Krieg nur noch 8 verzeichnet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Eine Belastung f\u00fcr die Harener Schiffer waren Jahrhunderte hindurch die sogenannten Herrendienste, auch Frondienste genannt. Diese Herrendienste bestanden in der Emsschifffahrt aus der Bestellung von 2 l\u00e4ngeren P\u00fcntenfahrten im Jahr f\u00fcr den Landesherren. Im Laufe der Jahrzehnte kam es aufgrund zahlreicher Bittschriften zu einer Erleichterung dieser Dienstbarkeit. Beim Bau des Schlosses Clemenswerth (1736 bis 1746) wurden den P\u00fcntkern bereits 14 Reichstaler f\u00fcr eine Fahrt von Rheine bis Lathen bezahlt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Mit den Ma\u00dfnahmen zur Schiffbarmachung der Ems erlebten die Harener P\u00fcntker in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts eine neue Bl\u00fctezeit. So gelang es durch den Einbau von Buhnen und Korrekturarbeiten am Fluss\u00adbett, die Ems bis Meppen auf eine Wassertiefe von 1 m zu bringen. Aber oberhalb von Meppen versprach dieses Verfahren keinen Erfolg. So wurde der 25 km lange Haneken-Kanal gebaut, der die Ems bei Hanekenf\u00e4hr s\u00fcdlich von Lingen verlie\u00df und in die Hase im Stadtgebiet von Meppen m\u00fcndete.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt;\">1810 z\u00e4hlte Haren 32 Schiffe mit 91 Mann Besatzung. Der Schiffsbestand der Harener Flotte vergr\u00f6\u00dferte sich von Jahr zu Jahr, so dass Haren um 1850 bereits 80 P\u00fcnten mit einer Ladef\u00e4higkeit von jeweils 50 bis 100 t besa\u00df. Dabei dauerte eine Reise von Emden bis Rheine 6 Tage. Hatte man den Bestimmungsort der Ladung erreicht, gab es nicht die Gewissheit, gleich mit neuer Fracht das n\u00e4chste Geld zu verdienen. Der P\u00fcntker musste sich um weitere Ladung selbst bem\u00fchen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt;\">Mit der Er\u00f6ffnung der \u201eHannoverschen Westbahn\u201c im Jahre 1856 fand die Aufw\u00e4rtsentwicklung der P\u00fcntenschifffahrt in Haren ein Ende. Die neue Konkurrenzsituation spitzte sich weiter zu, als die Eisenbahn 1866 die Tarife f\u00fcr die von See kommenden Umschlagg\u00fcter senkte. Von diesem Zeitpunkt an verminderte sich der Verkehr auf der Ems. 1870 wurden in Haren nur noch 46 P\u00fcnten gez\u00e4hlt und die Sorgen der P\u00fcntker nahmen zu.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3536\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_18.jpg\" alt=\"121_18\" width=\"600\" height=\"266\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_18.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_18-300x133.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">P\u00fcnte, Schleppschiff und Tjalk oberhalb der Emsbr\u00fccke in der N\u00e4he der Telken M\u00fchle\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Die Telken M\u00fchle war eine windgetriebene S\u00e4gem\u00fchle, die heute nicht mehr vorhanden ist.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">(Foto: Carl Rahming, Roxel)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">W\u00e4hrend der Bauphase des Dortmund-Ems-Kanals in den Jahren 1892 bis 1899 halfen die P\u00fcntker mit ihren Fahrzeugen durch den Transport von Bruchsteinen aus Rheine. Auch Steinbrocken aus Holland und Ostfriesland wurden herangeschafft. Am 11. August 1899 war die gro\u00dfe Zeit gekommen, dass die Emsschiffe nicht nur nach Norden, sondern auch nach S\u00fcden \u201eAuslauf\u201c hatten. Harener P\u00fcnten fuhren von Papenburg nach Herne in W. und brachten das \u201eschwarze Gold\u201c der Herner Zeche \u201eFriedrich der Gro\u00dfe\u201c ins Emsland und nach Ostfriesland. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Aber schon bald traten die neuen gro\u00dfen Schleppk\u00e4hne in Konkurrenz mit den P\u00fcnten, da die Ausbauma\u00dfnahmen des Kanals bereits eine Schifffahrt mit einem 600 t Schiff bei 1,80 m Tauchtiefe zulie\u00dfen. Staatliche und private Gro\u00dfreedereien versuchten, den Verkehr an sich zu bringen. Die \u201eSchleppschifffahrts-Gesellschaft Dortmund Ems\u201c begann mit einem Schlepper und f\u00fcnf eisernen Schleppk\u00e4hnen von zusammen 1.850 t Ladef\u00e4higkeit den H\u00f6lzerne P\u00fcnten wurden aus dem Verkehr gezogen und das Bild der Ems\u00adschiff\u00adfahrt \u00e4nderte sich v\u00f6llig. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Zun\u00e4chst verkehrten neben den gr\u00f6\u00dferen Schleppk\u00e4hnen vorwiegend kleine, eiserne Schleppschiffe, die meist als Ersatz zur P\u00fcnte durch Harener Partikuliere angekauft worden waren. Die zunehmende Motorisierung machte sich aber auch recht fr\u00fch im Bereich der Schifffahrt bemerkbar. Der Kahn, der auf den westdeutschen Kan\u00e4len von dem staatlichen Schleppbetrieb als Monopolgesellschaft geschleppt werden musste, wurde allm\u00e4hlich von dem Schiff mit eigenem Motorantrieb, dem Selbstfahrer, verdr\u00e4ngt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_19.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3535\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_19.jpg\" alt=\"121_19\" width=\"600\" height=\"334\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_19.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_19-300x167.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">P\u00fcnte und Motorsegler\u00a0 um 1933\u00a0\u00a0\u00a0 (Foto: Anton Meyering, Nordhorn)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Verkehr auf der Ems. Ein Treideln war nat\u00fcrlich f\u00fcr diese Schiffe nicht mehr m\u00f6glich. Die Harener Schiffer versuchten sich vergeblich mit dem Bau von gr\u00f6\u00dferen P\u00fcnten auf den neuen Verkehrsweg mit den ver\u00e4nderten Marktgesetzen einzustellen. Bald herrschte ein gnadenloser Kampf um Frachten. Am 7. M\u00e4rz 1906 gr\u00fcndeten die Harener Schiffer deshalb eine Genossenschaft unter dem Namen \u201eSchiffer-Transport-Verein Haren\u201c. Das Hauptanliegen ihres Zusammenschlusses sahen die Mitglieder in der gerechten Verteilung der Frachten bei angemessener Verg\u00fctung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Mit der Entwicklung des Dortmund-Ems-Kanal-Schiffes von 67 m L\u00e4nge wurde das Ende der P\u00fcntenschiffahrt endg\u00fcltig eingeleitet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Der Katholische Volksbote vom 13.12.1927 schildert die Situation folgenderma\u00dfen:<\/span><br \/>\n<em><span style=\"font-size: 12pt;\">&#8222;Motorschiffe als Schlepper sieht man seit einiger Zeit in st\u00e4ndig zunehmender Zahl auf den westdeutschen Binnengew\u00e4ssern. Namentlich die Harener Schiffer gehen mehr und mehr dazu \u00fcber, ihre weniger beweglichen und weniger wirtschaftlichen P\u00fcnten durch Motorfahrzeuge zu ersetzen. Voran ein Schiff mit Hilfsmotor, darangekoppelt zwei bis drei motorlose Schiffe, so geht es in flottem Tempo flussaufw\u00e4rts, flussabw\u00e4rts. Mit Roh\u00f6l gespeist, b\u00fcrgern sich diese Hilfsmotore immer mehr ein, ein Beweis ihrer praktischen Arbeitsleistung und Verwendbarkeit. Auf der Ems und dem Dortmund-Ems-Kanal machen sie die Frachtschiffe unabh\u00e4ngig von Wind und Wetter und flinker in der Bewegung.\u201c<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3534\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_20.jpg\" alt=\"121_20\" width=\"600\" height=\"407\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_20.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_20-300x203.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">P\u00fcntensterben in der sogenannten Blauen Donau in den 50er Jahren\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">(Foto: Therese J\u00fcngerhans)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><!--nextpage--><\/p>\n<h5>Der Bau der P\u00fcnte<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Emsp\u00fcnte wurde auch Harener P\u00fcnte genannt, weil sie fast ausschlie\u00dflich in Haren gebaut wurde und hier beheimatet war. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt;\">Die eigent\u00fcmliche Form passte sich den Anforderungen der Schifffahrt auf der Ems an. Mehr noch, vielleicht hat die Ems sie mit all ihren Hindernissen sogar vorgeschrieben. Gefordert war ein Fahrzeug mit relativ geringen Dimensionen, einer stabilen Bauweise und wegen der zahlreichen Untiefen einem flachen Boden mit geringem Tiefgang.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3533\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_21.jpg\" alt=\"121_21\" width=\"600\" height=\"263\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_21.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_21-300x131.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">P\u00fcnte im Rohbau auf der Werft Bernhard Sibum an der Telkenm\u00fchle\u00a0\u00a0 \u00a0<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">(Foto: Sammlung Schifffahrtsmuseum)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Hans Szymanski beschreibt 1934 in seinem Buch \u201eDeutsche Segelschiffe\u201c die P\u00fcnte wie folgt:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-size: 12pt;\">\u201eDie Emsp\u00fcnte, auch Harener P\u00fcnte genannt, war eine jahrhundertealte, bodenst\u00e4ndige Schiffsform des nordwestdeutschen K\u00fcstengebietes. <\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"font-size: 12pt;\">Ihr flacher Boden war gew\u00f6hnlich an den Enden etwas aufgezogen und hinten mit einem Strack versehen. Sie hatten gerade, etwas nach au\u00dfen geneigte Seitenw\u00e4nde sowie eine kantige Kimm, aber keinen Vorsteven, sondern ein prahmartiges Vorschiff. Die vorn zusammengezogenen Seitenw\u00e4nde ragten in einem Winkel von 45 Grad hinaus. Das Schiff war stumpf geformt, indem die Bodenplatten bis zum Deck reichten. Diese Bauart wurde gew\u00e4hlt, um das Zugpferd bequem an Bord nehmen zu k\u00f6nnen, wenn der Leinpfad das Ufer wechselte. Hinten liefen die Seitenplanken spitz an einem geraden, klotzartigen und senkrecht stehenden Steven heran, an dem das gro\u00dfe Ruder befestigt war. Die Ruderpinne fuhr \u00fcber dem Achtersteven. Bei gr\u00f6\u00dferen P\u00fcnten war vorn und hinten ein kurzes Deck vorhanden. Manchmal befand sich auf dem Achterdeck eine kleine Kaj\u00fcte als Notunterkunft f\u00fcr schlechtes Wetter. Weit vorne stand in einem Koker der umlegbare Pfahlmast, an dem nur ein dunkles, gro\u00dfes Segel gefahren wurde. Dieses Segel wurde nur auf P\u00fcnten verwendet. <\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"font-size: 12pt;\">Das Oberliek wurde durch eine lange Rah gespreizt, w\u00e4h\u00adrend das Mastliek durch eine Reihleine am Mast befestigt war. Die P\u00fcnten hatten keinen Kiel, so dass sie mit gro\u00dfen Seitenschwertern versehen waren, die eine Abdrift verhinderten und die Steuerf\u00e4higkeit erh\u00f6hten.\u201c<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_231.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3544\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_231.jpg\" alt=\"121_23\" width=\"600\" height=\"343\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_231.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_231-300x171.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">HAREN 38 auf der Werft K\u00f6tter. Wilhelm K\u00f6tter und Hermann Br\u00fcmmer mit dem qualmenden\u00a0 <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Pecheimer beim Zuschmieren der vorher kalfaterten N\u00e4hte. Daneben der Boden einer Harener P\u00fcnte, <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">welcher oft f\u00fcr den Bau einer Binnenschiff-Spitzp\u00fcnte wiederverwendet wurde.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">(Foto: Sammlung Schifffahrtsmuseum)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">In der Regel wurde der Boden aus 6 cm starken durchlaufenden Pitchpineplanken hergestellt. Die Seitenw\u00e4nde fertigte man meistens aus 5 cm starkem Eichenholz. Das Holz wurde so verarbeitet wie es gewachsen war. Die stumpfen Fugen wurden mit Werg abgedichtet und danach das Schiff mit Teer bestrichen. Der betreffende Schiffer musste schon etliche Jahre vor der eigentlichen Kiellegung damit beginnen, geeignetes Holz zu kaufen, das h\u00e4ufig aus dem waldreichen Paderborner Land und aus dem Teutoburger Wald zu den Schiffsbauern an der Ems gebracht wurde. Hier musste es nach dem Zuschneiden gut abgelagert werden. Bei solchen Voraussetzungen konnte eine P\u00fcnte 40 Jahre alt werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">In dringenden F\u00e4llen konnte die P\u00fcnte in 6 bis 8 Wochen fertiggestellt werden, normalerweise dauerte der Bau jedoch l\u00e4nger. Um 1800 wurden P\u00fcnten mit einem Fassungsverm\u00f6gen von 10 bis 15 Last (20 bis 30 t) gebaut. Ihre gr\u00f6\u00dften Ausma\u00dfe mit einer Tonnage von 150 t bei einer L\u00e4nge von 27 m erreichte die P\u00fcnte um 1900.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Wenn das Schiff zu Wasser kann, wurden Freunde, Verwandte, Nachbarn und Bekannte des Eigners eingeladen. Zun\u00e4chst mussten aber alle anfassen, damit die P\u00fcnte \u00fcber eine Gleitvorrichtung, die mit Seife bestrichen war, zu Wasser gezogen werden konnte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Zu jedem dieser Feste geh\u00f6rte unbedingt eine lange Tonpfeife, die extra aus Holland bezogen wurde. Jeder der Teilnehmer bekam eine davon ausgeh\u00e4ndigt, wobei der Werftbesitzer, der Schiffseigent\u00fcmer und die n\u00e4chste Verwandtschaft eine mit Papierschmuck erhielten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Baukosten f\u00fcr eine P\u00fcnte von 150 t Tragf\u00e4higkeit beliefen sich vor dem 1. Weltkrieg je nach Ausr\u00fcstung und St\u00e4rke der Planken auf 6.000 bis 8.000 Mark. Selten stand dem P\u00fcntker ausreichendes Kapital zur Verf\u00fcgung. So musste Geld geliehen werden, wof\u00fcr der P\u00fcntker mit seinem gesamten Verm\u00f6gen haftete.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_26.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3543\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_26.jpg\" alt=\"121_26\" width=\"600\" height=\"381\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_26.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_26-300x190.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Die P\u00fcnte wird kalfatert und mit Teer versiegelt\u00a0<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">(Foto: Anton Meyering)\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_27.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3542\" src=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_27.jpg\" alt=\"121_27\" width=\"600\" height=\"297\" srcset=\"http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_27.jpg 600w, http:\/\/www.maritimemeile-haren.de\/admin\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/121_27-300x148.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Stapellauf auf der Werft Sibum um die Jahrhundertwende\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"> (Foto: Sammlung Schifffahrtsmuseum)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haren 35 Hermann Wessels auf der P\u00fcnte HAREN 35 Postkarte: Emsbr\u00fccke mit dem Harener Lied von M. 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