227 MAJO

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Majo

Aus der Geschichte:

Kapitän Alois Held gab 1965 bei der Martin Jansen Werft in Leer ein neues Schiff in Auftrag. Die örtliche Presse berichtete über den Stapellauf vom 16.09.1965: „Dat Beste foer MS MAJO! war der aufrichtige Wunsch von Werftbesitzer Martin Jansen im historischen ‚blauen Zimmer der Gräfin Anna‘ in der ‚Waage‘ zu Leer. Und viele Ehrengäste schlossen sich diesem Wunsche nicht minder herzlich an. Kapitän Alois Held strahlte und erklärte, dass zu Ehren der Eltern Maria und Johann das neue Schiff den Namen MAJO tragen sollte.“ Über die Probefahrt vom 23.11.1965 vermeldeten die ‚Emsland Nachrichten‘ unter der Überschrift ‚MS MAJO bestand Probe mit Bravour‘: „Volle Kraft voraus! Kapitän Jürgensen, Navigationslehrer der Leeraner Seefahrtsschule, gab das Kommando. Langsam glitt die MAJO aus der Seeschleuse in Leer. Kraftvoll stampften die Maschinen. Über die Toppen geflaggt schob sich das stolze Schiff durch die Eisschollen ins freie Fahrwasser der Leda. Auf der Höhe von Delfzijl, in hoheitsfreiem Gewässer, bestand die MAJO alle Anforderungen mit Bravour. Das Telefon an Bord wurde für das erste Gespräch von Alois Held benutzt. Über Norddeich Radio ließ er sich mit seiner Mutter in Haren verbinden und übermittelte ihr die herzlichsten Grüße und Wünsche. Der Neubau ist mit allen modernen navigatorischen Hilfsmitteln ausgestattet, wie Radar, Autopilot, Echolot, Funksprech und Funkpeiler. Noch heute läuft die MAJO mit einer Ladung Koks von Emden nach Finnland aus.“ 1972 an J. R. Rix & Sons Ltd., Hull, umbenannt in „TIMRIX“. Am 16.11.1977 sank das Schiff bei schwerem Wetter 12 Meilen nördlich von Cape Cornwall/St. Ives.

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MAJO    (Foto: Alois Held)

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MAJO (Foto: Rudi Kleijn, Rozenburg)